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Aus St. Mariä Himmelfahrt
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Der Kirchturm der Pfarrkirche St. Mariä Himmelfahrt Alstätte – Ein Überblick für Besucher

Bauzeit und Einordnung

  • Der Kirchturm ist das älteste erhaltene Bauteil der heutigen Pfarrkirche.
  • Er stammt vermutlich aus der Mitte des 15. Jahrhunderts (Hinweise durch Glockengüsse von 1452 und 1458 sowie eine Wetterfahne mit der Jahreszahl 1445).
  • Der Turm wurde nicht vollständig archäologisch untersucht, sodass sein genauer Ursprung nicht abschließend geklärt ist.

Materialien und Bauweise

  • Sockel aus Sandstein, oberer Bereich aus Backstein.
  • Der Turmschaft hat einen nahezu quadratischen Grundriss: ca. 7,20 × 6,30 m.
  • Höhe des Turms: etwa 25,70 Meter.
  • Die Fassade zeigt zahlreiche Ausbesserungen, Fenster und Bögen sind ebenfalls mit Sandstein eingefasst.

Architektonische Details

  • Drei Geschosse plus Giebelbereich, optisch getrennt durch Kaffgesimse.
  • Fensteröffnungen erinnern an einen Wehrturm (schmale Scharten im Erd- und Obergeschoss).
  • Die Schallöffnungen (für die Glocken) im 2. Obergeschoss zeigen gotisches Kleeblattmaßwerk.
  • Besonderheit: Ein Zierornament aus rautenförmig gesetzten, farblich abgesetzten Backsteinen an der Westseite.
  • Der Turm hat einen Treppengiebel, typisch für spätgotische Bauweise in Westfalen. Dieser wurde 1969 erneuert.

Innenraum und Glocken

  • Im Erdgeschoss: Sakramentskapelle (seit 2005) mit Tonnengewölbe und spitzbogigem Zugang zum Kirchenschiff.
  • Treppenaufgang mit hintereinander geordneter Staffel gemauerter Rundbögen.
  • Glockenstuhl aus Holz, datiert auf das Jahr 1782.
  • Eine der historischen Glocken stammt aus dem Jahr 1452, eine weitere von 1458, die dritte von 1485.

Ereignisse und Schäden

  • 1645 und 1660: Sturmschäden, bei denen über 300 Dachpfannen und sogar Bentheimer Steine vom Turm herabstürzten.
  • 1945: Starke Schäden durch Kriegseinwirkungen, insbesondere im Giebelbereich (Brandspuren am Glockenstuhl).

Besondere Hinweise

  • Der Turm wirkt in seinen Proportionen und durch das Tonnengewölbe „altertümlich“, beinahe romanisch.
  • Trotz vieler Details ist der Turm nicht eindeutig stilistisch einzuordnen – er vereint gotische, romanische und regionale Elemente.