Die vier Kirchenväter: Unterschied zwischen den Versionen

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'''Die vier Kirchenväter im Chorraum'''
=== Die vier Kirchenväter im Chorraum ===
Im Chorraum stehen vier eindrucksvolle Figuren, die bedeutende Kirchenväter der frühen Kirche darstellen. Sie symbolisieren das Fundament des christlichen Glaubens und der kirchlichen Lehre.


Im Chorraum stehen vier eindrucksvolle Figuren, die bedeutende Kirchenväter der
Diese überlebensgroße Figuren aus Baumberger Sandstein gehören zu den wertvollsten Kunstwerken unserer Kirche und werden dem Bildhauer Johann Mauritz
 
frühen Kirche darstellen.
 
Sie symbolisieren das Fundament des christlichen Glaubens und der kirchlichen
 
Lehre.
 
Diese überlebensgroße Figuren aus Baumberger Sandstein gehören zu den
 
wertvollsten Kunstwerken unserer Kirche und werden dem Bildhauer Johann Mauritz


Gröninger (1652-1707) zugeschrieben.
Gröninger (1652-1707) zugeschrieben.


'''Der heilige Hieronymus (ca. 347–420)'''[[Datei:Hieronymus.jpg|mini|393x393px]]Hieronymus war einer der großen Gelehrten der frühen Kirche. Er übersetzte die
==== Der heilige Hieronymus (ca. 347–420) ====
[[Datei:Hieronymus.jpg|mini|393x393px]]Hieronymus war einer der großen Gelehrten der frühen Kirche. Er übersetzte die


Bibel aus dem Griechischen und Hebräischen ins Lateinische – eine Fassung, die
Bibel aus dem Griechischen und Hebräischen ins Lateinische – eine Fassung, die

Version vom 21. April 2026, 17:10 Uhr

Die vier Kirchenväter im Chorraum

Im Chorraum stehen vier eindrucksvolle Figuren, die bedeutende Kirchenväter der frühen Kirche darstellen. Sie symbolisieren das Fundament des christlichen Glaubens und der kirchlichen Lehre.

Diese überlebensgroße Figuren aus Baumberger Sandstein gehören zu den wertvollsten Kunstwerken unserer Kirche und werden dem Bildhauer Johann Mauritz

Gröninger (1652-1707) zugeschrieben.

Der heilige Hieronymus (ca. 347–420)

Hieronymus war einer der großen Gelehrten der frühen Kirche. Er übersetzte die

Bibel aus dem Griechischen und Hebräischen ins Lateinische – eine Fassung, die

als Vulgata bekannt wurde und über viele Jahrhunderte das Christentum prägte.

Er lebte zeitweise als Einsiedler in der Wüste und führte ein einfaches, asketisches

Leben. In der Kunst wird er häufig mit einem Löwen (Mut und Stärke) und einem

Totenkopf (Erinnerung an die Vergänglichkeit) dargestellt. Seine tiefe Liebe zur

Heiligen Schrift machte ihn zu einem Vorbild für alle, die sich mit dem Wort Gottes

beschäftigen.

Der heilige Augustinus (354–430)

Augustinus war Bischof von Hippo in Nordafrika und gilt als einer der

einflussreichsten Denker des Christentums. In seinen Schriften – etwa Bekenntnisse

und Vom Gottesstaat – beschreibt er den Glauben als eine Reise zu Gott, der allein

das menschliche Herz erfüllen kann.

Er betonte, dass der Mensch nur durch Gottes Gnade erlöst werden kann. Auf

Darstellungen hält er oft ein Herz in der Hand – Zeichen seiner brennenden Liebe zu

Gott. Sein berühmter Satz fasst seine Spiritualität zusammen:

„Unruhig ist unser Herz, bis es ruht in dir, o Gott.“

Gregor der Große (540-604)

Er war Papst von 590 bis 604 und gilt als einer der bedeutesten Päpste.

Mit dem selbstgewählten Titel „Diener der Diener Gottes“ (servus servorum Dei)

verkörperte Gregor ein tiefes Verständnis von Demut und Dienst an der Kirche. Er

gilt als Begründer des mittelalterlichen Papsttums und als bedeutender

Brückenbauer für die Entwicklung des christlichen Europas.

Der heilige Ambrosius (ca. 339–397)

Ambrosius war Bischof von Mailand und ein bedeutender Lehrer und Musiker. Er

führte den jungen Augustinus zum Glauben und gilt als einer der Väter der

Kirchenmusik.

Er setzte sich mit großem Mut für die Freiheit der Kirche gegenüber der weltlichen

Macht ein und blieb dabei stets seinem Gewissen treu. In der Kunst wird er häufig

mit einem Buch dargestellt – Zeichen seiner Lehrtätigkeit – oder mit einem

Bischofsstab als Symbol seiner Hirtenrolle.

Die Skulpturen sind wahrscheinlich 1861 an diese Kirche verkauft worden. Der entsprechenden Kirchenrechnung des Jahres 1861 ist allerdings zu dem Vorgang nichts zu entnehmen. Der Volksmund erzählt eine charmante Geschichte darüber, wie diese Figuren nach Alstätte kamen:

Ursprünglich standen sie in der St.-Martini-Kirche in Münster.

Während Renovierungsarbeiten dort wurden sie auf dem Kirchplatz zwischengelagert.

Ein Alstätter Bauer, der mit Pferd und Wagen vorbeikam, erkannte ihren Wert, fragte, ob er sie mitnehmen dürfe, und brachte sie nach Alstätte.

Ob die Geschichte tatsächlich stimmt, ist nicht sicher – doch falls ja, hat dieser Bauer sich um die Kirche große Verdienste erworben.