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Die Himmelfahrt Mariens (Albert Reinker, 1976)
Die Himmelfahrt Mariens (Albert Reinker, 1976)
==== Geschichte zur Entstehung des Bildes „Die Himmelfahrt Mariens“ ====
In der Neujahrspredigt 1976 erbat Pfarrer Beike Spenden für ein geplantes und vom Kunstmaler Reinker aus Everswinkel zum silbernen Priesterjubiläum des Alstätter Pastors am 3.10.1976 auszuführendes großes Putzmosaik. Thema der Darstellung sollte die „Himmelfahrt Mariens“ sein.
Der Entwurf für das Wandmosaik von Reinker wird durch den Generalvikar und Baudirektor Dirksmeier vom bischöfl. Bauamt abgelehnt. Man schlägt vor, einen neuen Entwurf für ein Tafelbild zum Thema vorzulegen.
Bei einem Ortstermin in Alstätte, an dem unter anderem der Leiter des bischöflichen Bauamtes Dirksmeier, und der Leiter der Kunstkommission, …Dr. Klockenbusch teilnahmen, wird der neue Entwurf des Künstlers Reinker für ein Marienbild genehmigt. Die Darstellung soll nun wesentlich kleiner und nicht mehr in Mosaikform, sondern auf mehreren, gegeneinander verschobenen Holztafeln erfolgen. Bei einer wenige Wochen danach durch den Künstler in der Kirche erfolgten „Wirkungsüberprüfung“ mit fertigen Kartons (=maßstabsgerechten Modellzeichnungen) wünscht Pfarrer Beike folgende Änderungen: Die Darstellung der Gottesmutter soll einen „fraulicheren“ Charakter erhalten. Am oberen Rand des Werkes soll die Hl. Dreifaltigkeit symbolisiert werden. Weil die Arbeiten zum Tage des silbernen Priesterjubiläums nicht fertiggestellt sein können, wird als neuer Termin der dritte Adventssonntag vereinbart, da an diesem Tage Bischof Tenhumberg eine Weihe der gesamten Diözese Münster an Maria festgesetzt hatte.
In der ersten Adventswoche erhielt die Nordwand der Kirche einen neuen Anstrich und in der zweiten Adventswoche begann Kunstmaler Reinker mit der Montage der im Atelier fertiggestellten Bildtafeln.
==== Erläuterungen zum Kunstwerk ====
Die Darstellungen sind in Acrylmalererei auf grundierter Leinwand ausgeführt., die auf Holzplatten von rautenförmigen, dreieckigen oder rechteckigen Formaten aufgezogen ist. Für den Sternenkranz Mariens sind Bergkristalle in die Malschicht eingelassen. Die im Mauerwerk verankerten Bild-Platten sind neben- und übereinander angeordnet, so dass sie eine kompakte Großform ergeben. Hinzu kommt in der vertikalen Ebene eine gewisse Reliefwirkung, da der Abstand der Tafeln zur Wand unterschiedlich ist.
Die gesamte Installation deutet Pfarrer Beike in der Chronik so: „Man muss von der Aussparung in der Mitte des Bildes ausgehen, diese stellt das leere Grab dar und vor diesem leeren Grabe stehen die Apostel staunend, betend, bewundernd…
3 Cherubim tragen Maria in den Himmel. Am oberen rechten Bildrand erscheinen die Symbole der Heiligsten Dreifaltigkeit: das Vaterauge Gottes, das Kreuz des Sohnes, die Taube des hl. Geistes. Maria wird in die Herrlichkeit Gottes aufgenommen. Das ganze Bild deute ein Hinaufschweben und Hinaufgetragenwerden an. Über dem Kopf Mariens erscheint ein Kranz von 12 Sternen (12 Bergkristallen). Die rechte Hand Mariens zeigt nach oben zum Ziel, zum Himmel, die linke Hand ist einladend uns entgegengestreckt, uns einladend, ihrem Beispiel zu folgen, damit auch wir das Zeil erreichen.
(Texte entnommen aus: Peter Holzwig, Grundlegungen zu einer Pfarrgeschichte von Alstätte, Dezember 1992, 98ff)

Version vom 21. April 2026, 16:40 Uhr

Die Himmelfahrt Mariens (Albert Reinker, 1976)

Geschichte zur Entstehung des Bildes „Die Himmelfahrt Mariens“

In der Neujahrspredigt 1976 erbat Pfarrer Beike Spenden für ein geplantes und vom Kunstmaler Reinker aus Everswinkel zum silbernen Priesterjubiläum des Alstätter Pastors am 3.10.1976 auszuführendes großes Putzmosaik. Thema der Darstellung sollte die „Himmelfahrt Mariens“ sein.

Der Entwurf für das Wandmosaik von Reinker wird durch den Generalvikar und Baudirektor Dirksmeier vom bischöfl. Bauamt abgelehnt. Man schlägt vor, einen neuen Entwurf für ein Tafelbild zum Thema vorzulegen.

Bei einem Ortstermin in Alstätte, an dem unter anderem der Leiter des bischöflichen Bauamtes Dirksmeier, und der Leiter der Kunstkommission, …Dr. Klockenbusch teilnahmen, wird der neue Entwurf des Künstlers Reinker für ein Marienbild genehmigt. Die Darstellung soll nun wesentlich kleiner und nicht mehr in Mosaikform, sondern auf mehreren, gegeneinander verschobenen Holztafeln erfolgen. Bei einer wenige Wochen danach durch den Künstler in der Kirche erfolgten „Wirkungsüberprüfung“ mit fertigen Kartons (=maßstabsgerechten Modellzeichnungen) wünscht Pfarrer Beike folgende Änderungen: Die Darstellung der Gottesmutter soll einen „fraulicheren“ Charakter erhalten. Am oberen Rand des Werkes soll die Hl. Dreifaltigkeit symbolisiert werden. Weil die Arbeiten zum Tage des silbernen Priesterjubiläums nicht fertiggestellt sein können, wird als neuer Termin der dritte Adventssonntag vereinbart, da an diesem Tage Bischof Tenhumberg eine Weihe der gesamten Diözese Münster an Maria festgesetzt hatte.

In der ersten Adventswoche erhielt die Nordwand der Kirche einen neuen Anstrich und in der zweiten Adventswoche begann Kunstmaler Reinker mit der Montage der im Atelier fertiggestellten Bildtafeln.

Erläuterungen zum Kunstwerk

Die Darstellungen sind in Acrylmalererei auf grundierter Leinwand ausgeführt., die auf Holzplatten von rautenförmigen, dreieckigen oder rechteckigen Formaten aufgezogen ist. Für den Sternenkranz Mariens sind Bergkristalle in die Malschicht eingelassen. Die im Mauerwerk verankerten Bild-Platten sind neben- und übereinander angeordnet, so dass sie eine kompakte Großform ergeben. Hinzu kommt in der vertikalen Ebene eine gewisse Reliefwirkung, da der Abstand der Tafeln zur Wand unterschiedlich ist.

Die gesamte Installation deutet Pfarrer Beike in der Chronik so: „Man muss von der Aussparung in der Mitte des Bildes ausgehen, diese stellt das leere Grab dar und vor diesem leeren Grabe stehen die Apostel staunend, betend, bewundernd…

3 Cherubim tragen Maria in den Himmel. Am oberen rechten Bildrand erscheinen die Symbole der Heiligsten Dreifaltigkeit: das Vaterauge Gottes, das Kreuz des Sohnes, die Taube des hl. Geistes. Maria wird in die Herrlichkeit Gottes aufgenommen. Das ganze Bild deute ein Hinaufschweben und Hinaufgetragenwerden an. Über dem Kopf Mariens erscheint ein Kranz von 12 Sternen (12 Bergkristallen). Die rechte Hand Mariens zeigt nach oben zum Ziel, zum Himmel, die linke Hand ist einladend uns entgegengestreckt, uns einladend, ihrem Beispiel zu folgen, damit auch wir das Zeil erreichen.

(Texte entnommen aus: Peter Holzwig, Grundlegungen zu einer Pfarrgeschichte von Alstätte, Dezember 1992, 98ff)